(Thomas
Windecker) Zum Auftakt der Spielsaison 2011/2012 trat
heute die 3. Mannschaft die Reise nach Waldsee an.
Ersatzgeschwächt, weil Markus Deigner berufsbedingt nicht am
ersten Mannschaftskampf teilnehmen konnte, aber wie immer mit vollem Optimismus
ging man in den Kampf. Klaus Schöler, den wir als Ersatz gewinnen konnten,
unternahm recht früh einen ausgedehnten Spaziergang von
Waldsee zum Spiellokal in Mutterstadt, wo er sein Auto
hatte stehen lassen. Sein Gegner war nicht erschienen, und
so führte man gleich mal mit einem Punkt.
Enttäuschend verlief die Partie für Udo Uhrig, unseren Neuzugang aus Ludwigshafen,
der an Brett 6 gegen den um 500 DWZ-Punkte schlechteren Jan
Fischer antrat. In einer ausgeglichenen Partie mit nur noch wenig Gestaltungsmöglichkeiten
für Udo bzw. unklarem Ausgang nahm dieser das Remisangebot
seines Gegners an. Aber besser einen halben Punkt für die Mannschaft
als keinen. Besser lief es da für Peter Mandery, der an
Brett 2 gegen Claus Schaefer antrat. In einer riskanten,
wie er hinterher verlauten ließ, aber erfolgreichen
"Lass' beide Türme stehen - Aktion" bedrängte er den gegnerischen
König derart, dass ein unabwendbares Matt die Folge war.
Anschließend folgten zwei weitere Remisen: Marcel Böhles an Brett 5 gegen Ortwin Uhl sowie Maximilian Glöckler an Brett 4 gegen Michael
Lenz. Ersterer bot selbst an, da er ein wenig in Zeitnot
geraten war, und letzterem wurde es angeboten in einer
sich im Endspiel befindlichen Partie.
Hans-Jürgen Nicklis an Brett 3 dominierte seinen Gegner Alfred Brechensbauer
schon früh. Zunächst hatte er zwei Mehrbauern, dann kam noch die
Qualität hinzu, und es war nur eine Frage der Zeit, wann die Partie beendet
sein würde, was schließlich durch ein unabwendbares Matt herbeigeführt
wurde. Für Thomas Windecker an Brett 7 gegen Günther
Bruhn lief der Auftakt ebenfalls erfreulich. Das frühe
Vorgehen der Damenbauern mit Öffnung der b- und c-Linie
und die immer geringer werdende Bewegungsfreiheit von Günthers
Figuren brachten zunächst die Qualität, dann einen ganzen Turm und
zu guter Letzt sogar noch eine weitere Leichtfigur zusätzlich ein.
An Brett 1 lief schlussendlich noch die Partie zwischen Sven Metzger und Michael
Füg. Eine heiß umkämpfte Partie, in der am Ende Sven das Nachsehen
hatte. Weil er die Dame nicht weit genug in der Diagonale h1-a8
bewegte und einen Teil der Felder somit nicht kontrollierte, gelang seinem
Gegner der Durchbruch.
Zwei wichtige Punkte wurden heute erkämpft. Mit Speyer erwartet uns Anfang Oktober sicherlich ein anderes Kaliber.
2.Pfalzliga 1. Runde
(11.09.2011): TSG
Mutterstadt II - SK Landau III 4,5:3,5
(Michael
Achatz) Wie im Vorjahr musste man am ersten Spieltag gegen Landau III antreten,
und wie im letzten Jahr wurde es eine erwartungsgemäß spannende Begegnung, wo
der Ausgang lange Zeit unklar war. Doch der Reihe nach.
An Brett 2 einigten sich Robert Manner und Uwe Hünerfauth relativ schnell auf
die Punkteteilung, nachdem man mit der Flohr-Mikenas-Variante im Englischen eine
ziemlich krasse Stellung auf dem Brett hatte. Etwas überraschend kam dann das
Remis von Holger Biebinger gegen Matthias Leidner, da Holger sicher die bessere
Stellung zu diesem Zeitpunkt hatte. Anschließend der erste Schock für
Mutterstadt, nachdem Ivo Edel zweizügig die Dame verlor und damit auch die
Partie.
In der Partie zwischen Michael Achatz und Daniel Kuhn einigte man sich auf
Remis, nachdem Michael zwar einen kleinen Vorteil im Mittelspiel hatte, den aber
sein Kontrahent geschickt ausgleichen konnte. Ebenfalls Remis endete die Partie
zwischen Fauad Reha und Gerhard Wahl, nachdem Wahl in Zeitnot Remis geboten
hatte. Fauad nahm an, da die Stellung schlechter für ihn war. Kirstin Auburger,
die in der Eröffnung einen Bauern gegen Matthias Schubert gewinnen konnte,
konnte zwar ihren Vorsprung auf eine Quali ausbauen, übersah aber in der
Zeitnotphase die Gewinnfortsetzung und bot Dauerschach, so dass es
zwischenzeitlich 3,5:2,5 für Landau stand.
In einer spannenden Schlussphase leitete Philip Baier die Wende ein. Da sein
Gegner Justus Schmidt geglaubt hatte, bereits 40 Züge vor der Zeitkontrolle
absolviert zu haben, gewann Philip die Partie auf Zeit, da erst 39 Züge
gespielt waren. Die Stellung war zu diesem Zeitpunkt relativ unklar. Den Sieg
für Mutterstadt konnte schließlich Horst Ledig nach fast sechs Stunden
sichern, nachdem er gegen Frank Koch ein äußerst schwieriges Damenendspiel mit
Turm gegen Läufer und je vier Bauern zum Sieg führen konnte.
Alles in allem war es ein glücklicher 4,5:3,5 Heimsieg, mit dem man in die
Saison gestartet ist. Im nächsten Spiel gegen Limburgerhof muss man sich sicher
steigern, möchte man wieder oben mitspielen.
Kreisklasse A 1. Runde
(11.09.2011): TSG
Mutterstadt V - TSG Mutterstadt VII 2,5:1,5
(Jupp
Heger) Zum 1.Spieltag empfing die Mutterstadter Fünfte in einem Bruderduell das
Team von Mutterstadt VII. Beide Mannschaften sind harte Konkurrenten um den
Aufstieg. Die Fünfte in Bestbesetzung traf auf eine Mannschaft, deren stärkster
Spieler fehlte. So schien es eine klare Sache zu werden. Aber weit gefehlt,
unsere Vereinskollegen boten uns einen erbitterten Kampf.
Nachdem Jupp Heger gegen Curd Lerner schon nach ca. zwei Stunden gewinnen
konnte, schien alles seinen normalen Gang zu gehen. Doch unser Spitzenbrett
Walter Baumann konnte gegen den starken Hans Kraus nur zu einem Remis abwickeln.
Und Karl Reimer unterschätzte seinen 85jährigen Vereinskollegen Erich Buchholz
derart, dass er die Segel streichen musste. Nun kam es beim Stand von 1,5 zu 1,5
zu einem spannenden Finale. Klaus Schöler, seinem Widersacher Joachim Glöckler
in der Wertungszahl weit voraus, sollte uns den Sieg bringen. Doch Joachim
machte ein bärenstarkes Spiel und konnte lange ebenbürtig mithalten, bevor er
doch noch im Endspiel niedergerungen werden konnte.
(Gerd Högerl) Wie
die alte Saison aufhörte, so begann die neue: mit einem Heimspiel gegen Gambit
Saarbrücken. Nur eins war klar: Eine Klatsche wie damals, als die TSG mit 1:7
unterlag, durfte es diesmal nicht geben, zumal die Saarländer nicht ganz so bärenstark
antraten wie in der Vorsaison, als sie unbedingt gewinnen mussten, um dem
Abstieg zu entgehen.
Bereits nach 30 Minuten schien der Kampf zugunsten Mutterstadts entschieden. Was
war geschehen? Martin Bastian, der Gegner von Markus Mandery an Brett 4, war
nicht erschienen, und Schiedsrichter Dieter Hess entschied auf Partieverlust,
indem er die Uhr an dem betreffenden Brett abstellte. Dies hätte bedeutet, dass
Saarbrücken von Brett 4 an abwärts alle Partien kampflos verloren und
Mutterstadt damit uneinholbar mit 5:0 in Führung gelegen hätte. Leider verließ
sich der Schiedsrichter bei dieser Entscheidung auf die Saaluhr, die jedoch etwa
drei Minuten vorging. Der Saarbrücker Mannschaftsführer legte auch umgehend
Widerspruch ein, aufgrund dessen Dieter Hess, der sowieso nicht mehr an ein
Eintreffen Bastians glaubte, diesem zusagte, noch zwei Minuten warten zu wollen.
Und tatsächlich traf der Saarbrücker Spieler noch Sekunden vor Ablauf dieser
Frist ein, wonach niemand mehr genau zu sagen vermochte, ob er nun vor oder nach
Ablauf der 30 Minuten Toleranzzeit am Brett saß. Schiri Hess nahm nun, nachdem
er einen Zeitabgleich mit seiner eigenen Uhr, die im Auto lag, vorgenommen
hatte, seine Entscheidung auf Partieverlust zurück und setzte die Uhr wieder in
Gang. Obwohl auf Mutterstadter Seite erhebliche Zweifel bestanden, dass der
Spieler rechtzeitig am Brett gesessen war, und die Entscheidung durch das
Anhalten der Uhr ja bereits getroffen wurde (was wäre z.B. gewesen, wenn Markus
daraufhin nach Hause gegangen wäre?), wurde auf einen Protest verzichtet.
Das allgemeine Durcheinander nutzten die Spieler an Brett 5, Gerd Högerl und FM
Wagner, um sich auf Remis zu einigen. Von nun an wurde auch wieder Schach
gespielt. Die nächste beendete Partie war etwa eine halbe Stunde später die
von Günter Haag. Auch sie ging nach einer Theorievariante der Italienischen
Partie Remis aus.
Nun dauerte es aber zwei Stunden, ehe die nächste Partie zu Ende ging. Heiner
Scheiblauer hatte immer etwas besser gestanden, und als er seinen berühmten
Turm auf g3 in Stellung auf den gegnerischen König brachte, verängstigte er
damit seinen Kontrahenten derart, dass dieser direkt eine Figur und damit die
Partie einstellte. Fast gleichzeitig endeten kurz darauf die Partien an Brett 1
und 3. Steffen Schluchter hatte sich gegen den starken Saarbrücker Oberhofer
sehr umsichtig verteidigt und fuhr völlig verdient einen halben Punkt ein. Die
Führung für Mutterstadt baute dann Tobias Bärwinkel aus, der seinem Gegner
mit einem herrlichen Turmopfer den Königsflügel zertrümmerte und ihn aufgrund
undeckbaren Matts zur Aufgabe zwang.
Noch einmal keimte Hoffnung auf Saarbrücker Seite auf, als FM Groß gegen
Patrick Köhler mit Minusbauer zu Gegenspiel kam, wonach Patrick die Übersicht
verlor, eine Figur einbüßte und kurz darauf aufgeben musste. Doch umgehend
sorgte Markus Mandery für die endgültige Entscheidung. Seinem Gegner, dem ja
eine halbe Stunde weniger Bedenkzeit zur Verfügung stand, unterlief kurz vor
der Zeitkontrolle in unbequemer Stellung ein glatter Dameneinsteller. Somit führte
Mutterstadt uneinholbar mit 4,5:2,5.
Zum Schluss rettete sich Robert Völpel in einem Leichtfigurenendspiel mit
Minusbauer noch ins Remis, so dass letztlich ein nie erwarteter 5:3-Erfolg zu
Buche stand.
Bezirksliga 2. Runde
(09.10.2011): TSG
Mutterstadt III - SK Speyer 3,5:4,5
(Thomas
Windecker) Am Sonntag mit dem schönen Datum 09.10.11 empfing die Dritte der TSG
Mutterstadt den SK Speyer I in den heiligen Stätten des Hauses der Vereine, wo
gleichzeitig auch die 4. Mannschaft Bobenheim-Roxheim zu Gast hatte. Gegenüber
dem letzten Mannschaftskampf, in dem die Speyrer regelrecht zerlegt wurden,
traten diese dieses Mal deutlich verstärkt an. Die Dritte musste auf Marcel
Böhles verzichten, der auf Reisen war. Verstärkt wurden wir, wie beim letzten
Mal, durch Klaus Schöler. Vergleicht man nun die DWZ-Schnitte beider
Mannschaften, war klar, dass es ein ziemlich enger Kampf werden würde. Und so
kam es auch.
Auf ein schnelles Remis einigten sich an Brett 2 Peter Mandery und Peter
Flörchinger - vergangen war da nicht einmal eine Zeitstunde. Udo Uhrig an Brett
6 gegen Joachim Reese erlebte einen rabenschwarzen Tag. Die Eröffnung, die er
spielte, muss namentlich wohl erst noch erfunden werden. Fakt war, dass sein
Königsflügel überhaupt nicht entwickelt war und die Figuren auch sonst nicht
gut harmonierten, so dass der Gegner mehr und mehr die Oberhand gewann und
leichtes Spiel hatte.
Hans-Jürgen Nicklis an Brett 3 gegen Hans-Jürgen Herschel hielt lange eine
ausgeglichene Partie, bis er am Ende eine kleine, aber feine taktische Variante
des Gegners übersah und daraufhin verlor. Markus Deigner an Brett 5 spielte
gegen Roger Kuhn, der von den Speyrern erst kürzlich nachgemeldet wurde, und
holte dabei den ersten vollen Punkt für Mutterstadt. Er dominierte
stellungstechnisch seinen Gegner, gewann eine Figur und später dann die Partie.
Maximilian Glöckler an Brett 4 spielte anschließend gegen Wilhelm Kannegießer
Remis, und Sven Metzger, der es als eine große Herausforderung ansieht, an
Brett 1 zu spielen, wohl wissend, dass es verdammt schwer sein würde zu
punkten, verlor leider, wenn auch denkbar knapp gegen einen starken Michael
Schreck.
So lag es am Ende an Thomas Windecker, der an Brett 7 gegen Reinhard Hahn
spielte, und an Klaus Schöler, dessen Gegner an Brett 8 Gerhard Talaska hieß,
noch das Mannschaftsremis zu holen. Gelang aber nicht. Thomas holte zwar noch
den Punkt, aber bei Klaus war die Stellung derart remisträchtig, dass sich die
Kontrahenten letzten Endes auch darauf einigten.
Es war mehr drin, aber es hat nicht sollen sein. Nun geht's nach Neustadt, die
erstaunlicherweise gar nicht gut gestartet sind.
2.Pfalzliga 2. Runde
(16.10.2011): SF Limburgerhof - TSG
Mutterstadt II 3,5:4,5
(Michael
Achatz) Auch das zweite Punktspiel der neuen Saison war an Dramatik kaum zu
überbieten. Vom Papier her sah es zunächst aus, als sollte es eine klare
Angelegenheit werden, denn der Gastgeber war an den letzten beiden Brettern
stark ersatzgeschwächt (1102 und 1295 DWZ) ins Match gegangen.
Zunächst lief auch alles nach Plan, und Horst Ledig konnte ziemlich souverän
den ersten Sieg am 7. Brett einfahren. Doch es folgte der erste Paukenschlag
dieser Begegnung. Holger Biebinger verzettelte sich vollkommen in der Eröffnung
und musste sich nach nicht einmal 15 Zügen an Brett 8 geschlagen geben. Die
erneute Führung für Mutterstadt erzielte Philip Baier, der frühzeitig einen
Läufer für zwei Bauern gewinnen konnte und diesen Vorteil sicher verwertete.
Zu diesem Zeitpunkt sahen die Kiebitze bereits Mattkombinationen gegen Michael
Achatz, welcher die Russische Verteidigung wählte und gegen Christian Plitzko
zu kämpfen hatte, um den Königsangriff zu widerlegen. Kirstin Auburger konnte
zwischenzeitlich die Führung auf 3:1 ausbauen, nachdem sie die Schwächen ihres
Gegners aus der Eröffnung verwertet hatte. Den 2:3 Anschluss stellte Julian
Beller für Limburgerhof her. Er spielte eine äußerst druckvolle Partie gegen
Thomas Pfeiffer, was letztendlich den Sieg für ihn bedeutete.
An Brett 4 hatte es Michael Achatz unterdessen geschafft, unter enormem
Zeiteinsatz den Angriff zu widerlegen, und er hätte in der Zeitnot sogar die
Chance gehabt, die Dame zu gewinnen, was er allerdings übersah. Stattdessen
musste er sich mit einer Leichtfigur mehr begnügen, was auch locker zum Sieg
hätte reichen müssen. Doch dann das Unfassbare. Im 31. Zug übersah er einen
Zwischenzug und musste die Mehrfigur wieder hergeben. Danach einigte man sich
hier auf die Punkteteilung.
Kurz darauf konnte Jonas Wortmann für Limburgerhof ausgleichen. Lange Zeit
dachte man, dass Ivo Edel die Partie ganz gut unter Kontrolle hatte, doch
urplötzlich rollte der Angriff seines Kontrahenten, und er musste sich
geschlagen geben. Es lag nun an der letzten laufenden Partie zwischen Fauad Reha
und Alexander Klarner, wer die Mannschaftspunkte ergattern würde. Fauad hatte
in der Eröffnungsphase einen Bauern gewonnen, jedoch hatte sein Gegner ganz
gutes Gegenspiel dafür erhalten. Es war also eine schwierige Angelegenheit,
diesen Vorteil in einen vollen Zähler umzuwandeln. Doch Fauad gab in der Folge
alles und erkämpfte sich so den nicht unverdienten Sieg für Mutterstadt.
Nach diesem zweiten 4,5:3,5 Erfolg liegt man nun mit Hassloch auf Platz 1 der
Tabelle. Im nächsten Punktspiel gegen den Absteiger aus der 1. Pfalzliga Altrip
muss man allerdings noch eine Schippe drauflegen, möchte man auch hier die
Punkte einfahren.
Oberliga 2. Runde
(23.10.2011): SK Landau - TSG
Mutterstadt 4:4
(Gerd Högerl) Gegen
keinen anderen pfälzischen Verein hat die TSG Mutterstadt eine ähnlich
schwarze Serie aufzuweisen wie gegen den SK Landau. In den neun Duellen seit der
Jahrtausendwende gab es keinen einzigen Sieg, dafür aber sechs Niederlagen.
Diese Serie, so hoffte man auf Mutterstadter Seite, sollte heute zu Ende gehen.
Der Auftakt verlief auch äußerst erfreulich. Nach eineinhalb Stunden hatte
Heiner Scheiblauer einen gesunden Mehrbauern und Markus Mandery starken Königsangriff,
so dass Gerd Högerl sich in schwieriger Stellung ent-schloss, Remis anzubieten,
was auch akzeptiert wurde. Eine knappe Stunde später fuhr Heiner dann den
erwarteten Sieg nach Hause. Im verzweifelten Versuch, der Partie noch einmal
eine Wende zu geben, büßte sein Gegner zunächst einen zweiten Bauern ein,
bevor er eine Springergabel mit Turmverlust übersah und aufgab.
Eine weitere halbe Stunde danach endeten drei Partien fast zeitgleich. Zunächst
war es Markus, der sich trotz Minusfigur nicht mit Dauerschach zufrieden
gegeben, sondern konsequent seinen Königsangriff fortgesetzt hatte. Gegner FM
Bernhardt gelang es nicht rechtzeitig, seinen Damenflügel zu entwickeln, so
dassMarkus die gegnerische Dame
mit einem ungedeckten Läufer bedrohen und erobern konnte, da diese den Läufer
nicht schlagen durfte, weil sonst Markus' Turm mit undeckbarem Matt auf die
zweite Reihe eingedrungen wäre. Einen sehr erfreulichen halben Punkt steuerte
dann Patrick Köhler, der mit Schwarz an Brett 2 die Eröffnungsphase sehr gut
überstanden hatte und Remis angeboten bekam, zur 3:1-Führung bei. Den ersten
"Gegentreffer" musste Günter Haag an Brett 8 hinnehmen. Um sich aus
der Umklammerung seines Gegners zu befreien, hätte er unbedingt in ein - wenn
auch nicht sehr hoffnungsvolles - Endspiel mit Minusbauer abwickeln müssen.
Stattdessen versuchte er es mit einem Qualitätsopfer, dessen Aussichtslosigkeit
er jedoch sofort einsah und aufgab.
Beim Stande von 3:2 liefen noch drei Partien, die Anlass zur Hoffnung auf einen
klaren Mutterstadter Sieg gaben. An Brett 1 hatte Steffen Schluchter ein
remisverdächtiges Springerendspiel erreicht. Es war klar, dass sein Gegner, der
mehrfache Pfalzmeister FM Torsten Lang, alles versuchen würde, dieses zu
gewinnen. Doch gegen Endspielspezialist Steffen, so zumindest die Mutterstadter
Überzeugung, würde er auf Granit beißen. Tobias Bärwinkel hatte sich einen
Mehrbauern gesichert, den es im Doppelläuferendspiel zu verwerten galt. Und
schließlich hatte Robert Völpel seine Stellungsprobleme überwunden und setzte
zum Gegenschlag an.
Leider versäumte Robert die Gewinnfortsetzung, erlaubte seinem Gegner den
Damentausch und musste sich mit einem verlorenen Endspiel herumplagen. Der
Landauer ließ jedoch mehrere Gewinnfortsetzungen aus, so dass Robert sich mit
Glück und Geschick nach mehr als viereinhalb Stunden Spielzeit noch ins Remis
retten konnte. Zwanzig Minuten später musste Tobias einsehen, dass sein
Endspiel nicht mehr zu gewinnen war. Sein Gegner hatte sich sehr umsichtig
verteidigt und schaffte es noch rechtzeitig, mit seinem König vor Tobias'
Freibauern zu gelangen und das Remis zu sichern.
Beim Stand von 4:3 hing es nun einzig an Steffen, ob der erste Sieg über Landau
im neuen Jahrtausend gelingen würde. Leider hatte er in dem schwierigen
Endspiel, in dem FM Lang seine Stellung zunehmend verstärkte, eine
Remisfortsetzung ausgelassen und einen Bauern eingebüßt, so dass er sich nun
zwei verbundenen Freibauern gegenübersah. Zwar kämpfte er noch eine knappe
halbe Stunde lang, doch gab ihm sein Gegner keine Gelegenheit mehr, den Springer
für die beiden Bauern zu opfern, und so musste Steffen schließlich die Waffen
strecken.
Obwohl ein Unentschieden gegen Landau bei einer Brettpunkterwartung von 3,29 ein
beachtlicher Erfolg ist, wollte dennoch unter den TSG-Spielern keine große
Freude aufkommen. Zu groß war die Enttäuschung, dass es trotz dreier
"Matchbälle" auch dieses Jahr wieder nicht zum Sieg gereicht hat. Im
nächsten Jahr, Klassenerhalt vorausgesetzt, gibt es eine neue Chance.
Kreisklasse A 2. Runde
(23.10.2011): TSG
Mutterstadt VII - SK Bobenheim-Roxheim II 4:0
(Hans
Kraus) Gegen die vermutlich schwächste Mannschaft der Kreisklasse A gab es
einen 4:0 Erfolg. Dabei verlor Daniel Voll nach ca. drei Stunden Spielzeit, an
Brett 1 gegen Hans-Martin Mugrauer spielend, wegen einer Unachtsamkeit seine
Dame, was zur sofortigen Aufgabe führte. Manuell Voll erreichte mit den
schwarzen Figuren einen Angriff am Königsflügel gegen Hans Kraus an Brett 2,
der jedoch abgewehrt werden konnte. Im weiteren Verlauf der Partie verlor Manuel
Voll zwei Bauern, und nach Umwandlung eines weißen Freibauern in eine Dame die
Partie. Joachim Glöckler gewann seine Partie an Brett 3 gegen Gabriel Voll
(Sohn von Daniel Voll) leicht und locker. Erich Buchholz an Brett 4 hatte
ebenfalls keine Mühe nach einem deutlichen Fehler von Robin Diry zu gewinnen.
Bleibt, der Mannschaft von Bobenheim-Roxheim (Familie Voll und Spieler am Brett
4) Glück zu wünschen gegen die etwa gleich spielstarken Mannschaften dieser
Liga.
2.Frauen-Bundesliga
1. Runde (29.10.2011): Bayern München - TSG
Mutterstadt 6:0
(Eva Biebinger) Zu fünft ging es am Samstag über
Osterburken, Würzburg und Nürnberg nach München. Dort wurde die
Frauenmannschaft der TSG Mutterstadt von ihrer sechsten Spielerin und den
Mannschaften des FC Bayern München und des SK Neuperlach erwartet.
Mit einem DWZ-Schnitt von 1832 und einem ELO-Schnitt von 1988 war die Mannschaft
der Bayern klar überlegen. Mutterstadt kämpfte tapfer, doch die erfahrenen
Spielerinnen bestraften jeden noch so kleinen Fehler sofort, so dass nach 4,5
Stunden Spielzeit Amelie Serif als letzte Spielerin die Waffen strecken musste
und leider ein 0:6 zu Buche stand.
Davon lässt sich aber eine Pfälzer Mädchen-Truppe die Laune nicht verderben,
und man genoss einen schönen Abend in München. Beizeiten waren die
Spielerinnen zurück im Hotel, um am nächsten Tag fit gegen die deutlich schwächer
eingeschätzte Mannschaft von Neuperlach zu sein. (Hier auch ein Dankeschön an
die Zeitumstellung.)
2.Frauen-Bundesliga
2. Runde (30.10.2011): TSG
Mutterstadt - SK Neuperlach 2,5:3,5
(Eva Biebinger) Der Mannschaftskampf gegen
Neuperlach lief schon deutlich besser an. Sowohl Amelie Serif als auch Kristina
Weber und Anita Serebrianski hatten hoffnungsvolle Stellungen auf dem Brett.
Sandra Bohrmanns und Yvonne Pfangers Partien bewegten sich in Remis-Breite, und
nur Evas Biebinger stand etwas schlechter. Ein ganz anderes Bild als noch am
Vortag gegen München!
Langsam wendete sich leider auch hier das Blatt. Amelies Gegnerin WFM Jussupow
an Brett 1 konnte eine kleine Ungenauigkeit ausnutzen und mit ihrer Routine
trotz weniger Zeit die Partie noch gewinnen. Als nächstes musste Kristina
aufgeben, nachdem ihr Opfer widerlegt wurde und die Gegnerin mehr und mehr in
die Königsstellung eindrang. Auch bei Anita sah es plötzlich nicht mehr so gut
aus, die Gegnerin konnte ihre Freibauern immer weiter vorantreiben, die Anita
nur durch Rausschlagen stoppen konnte und dann keinen Schutz mehr für ihren König
hatte, der sich bald in einem Mattnetz sah.
Yvonne hatte angesichts ihres Endspiels mit ungleichfarbigen Läufern in das
Remisangebot ihrer Gegnerin eingewilligt, und Sandra gewann ihre Partie sehr
souverän. Als letztes spielte Eva noch, als ihre Gegnerin plötzlich
wundersamerweise die komplette Partie zweizügig einstellte und dann nur noch
die Wahl hatte, die Dame zu verlieren oder Matt gesetzt zu werden. Sie entschied
sich dafür aufzugeben.
Zwei gewonnenen Partien standen drei Partien gegenüber, die unverdient verloren
wurden. In der Tabelle ist das eine 2,5:3,5 Niederlage auf Mutterstadter Seite,
die dem Verhältnis der Wertungszahlen Mutterstadt-Neuperlach entspricht. Alle
haben stark gespielt und lassen sich nicht unterkriegen. Am 26. November geht es
mit leicht veränderter Aufstellung nach Augsburg. Auch dort warten starke
Mannschaften, aber die TSG-Frauen werden ihnen das Leben so schwer wie möglich
machen!
Bezirksliga 3. Runde
(30.10.2011): PSV Neustadt II - TSG
Mutterstadt III 4:4
(Marcel
Böhles) Ohne klare Erwartung reiste die dank Zeitumstellung gut ausgeschlafene
III. Mannschaft am Sonntag nach Neustadt. Mit dem PSV Neustadt II wartete zwar
eine der Papierform nach stärksten Mannschaften der Liga auf die TSG,
allerdings hatten die Neustädter bei ihren beiden vorherigen Auftritten
unvollständig und stark ersatzgeschwächt gespielt.
Die an diesem Sonntag komplett, wenn auch wieder nicht in Bestbesetzung
angetretenen Neustädter holten den ersten Punkt des Tages. Peter Mandery hatte
sich in vorteilhafter Stellung mit einem Fehler um alle Chancen gebracht und
entschwand danach so schnell, wie seine Partie geendet hatte. Bald darauf
einigte sich Markus Deigner mit seinem Gegner Herbert Scholz auf Remis, nachdem
sich beide über die gesamte Spieldauer neutralisiert hatten. Marcel Böhles
hingegen erwischte keinen guten Tag und geriet gegen seinen betagten, aber gut
aufgelegten Kontrahenten in die Defensive, was nach 3,5 Stunden zur Aufgabe führte.
Beim Zwischenstand von 0,5:2,5 also keine guten Aussichten für uns, zumal beim
Blick auf die anderen Bretter: Sven Metzger und Maximilian Glöckler in arger
Bedrängnis, Thomas Windecker und Udo Uhrig in unklaren Stellungen, und nur
Hans-Jürgen Nicklis mit sichtbaren Vorteilen. Da wirkte es wie ein Weckruf, als
Thomas Windecker seine Partie plötzlich mit einem Ausrufezeichen beendete. Sein
erst kürzlich gemeldeter Gegner übersah, dass der Läufer mangels
Fluchtfeldern mitten auf dem Feld erobert werden konnte - Thomas’ dritter
Punktgewinn im dritten Spiel (!) war unter Dach und Fach.
Nun folgten alle Partien fast Schlag auf Schlag: Hans-Jürgen Nicklis brachte
seine Vorteile zur Geltung und gewann eine Mehrfigur, mit der er die
Bauernmajorität seines Gegners Dirk Hirse kontrollierte. Neustadt eroberte
anschließend am Spitzenbrett die Führung zurück, wo sich Sven Metzger schon
früh einem Ansturm am Damenflügel gegenübersah, gegen den kein Kraut
gewachsen war. Beim Stand von 2,5:3,5 lag es nun an Maximilian und Udo,
wenigstens den Ausgleich wiederherzustellen. Maximilians Partie hatte in seiner
Zeitnotphase eine spektakuläre Wende genommen. Seinen Damenverlust (gegen zwei
Figuren) kompensierte Glöckler junior mit einem starken Angriff inklusive
Freibauern. Nach einem spannenden Endspiel gelang Maximilians letztem Bauer
schließlich die Umwandlung auf der 8. Reihe - 3,5:3,5.
Auch der Ausgang von Udos Match war lange ungewiss. Die erste Partiehälfte
hatte sein Gegner diktiert und glich einer Verteidigungsschlacht, dann aber
lockerte sich der Druck und die Partie mündete in ein Endspiel Turm und Bauer
gegen zwei Springer. Richtigerweise einigten sich beide auf ein Remis, was uns
gleichzeitig auch das 4:4-Endergebnis einbrachte. Fazit: ein angesichts des
Spielverlaufs sehr gutes Resultat und ein weiterer Schritt in Richtung
Klassenerhalt.
2.Pfalzliga
3. Runde (06.11.2011): TSG
Mutterstadt II - SK Altrip 5:3
(Michael
Achatz) Im ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften seit 2008 konnte
Mutterstadt II durch einen 5:3 Sieg die alleinige Tabellenführung erringen.
Altrip war ersatzgeschwächt angetreten, lieferte aber einen harten Fight, wo
durchaus auch mehr drin gewesen wäre.
Zunächst konnte Michael Achatz nach gut zwei Stunden Spielzeit die Führung
für Mutterstadt erzielen, nachdem sein Gegner Andreas Voß in der Eröffnung
einen Fehler gegen die Russische Verteidigung von Michael spielte, welchen
dieser konsequent ausnutzen konnte. Anschließend erhöhte Robert Manner gegen
den starken Altriper Jugendspieler Sören Palm auf 2:0. Roberts Opferangriff
konnte er nicht parieren, so dass zunächst alles nach Plan lief. Bei Philip
Baier lief es zu diesem Zeitpunkt nicht so gut, und man musste befürchten, dass
die Partie sogar verloren geht, doch plötzlich spielte sein Gegner im Endspiel
mehr als nur ungenau, und so konnte Philip glücklich auf 3:0 erhöhen. Diese
Partie war die Schlüsselpartie in dieser Begegnung und besiegelte die
Niederlage Altrips.
Anschließend musste sich zwar Ivo Edel an Brett 1 gegen Hans Gusti Grünfeld
geschlagen geben zum zwischenzeitlichen 1:3, aber Horst Ledig stand zu diesem
Zeitpunkt klar auf Gewinn und auch bei Kirstin Auburger war die Stellung mit
Mehrbauern besser. Angesichts dieser Lage einigten sich Thomas Pfeiffer und
Norbert Kugel auf die gerechte Punkteteilung, und auch Fauad Reha remisierte
gegen Markus Lotter-Zumstein, wobei Markus zwar einen Bauern mehr, Fauad aber
durchaus Kompensation für den Bauern hatte.
Den Sack zu machte nun Horst, der mit drei Mehrbauern ins Endspiel ging. Sein
Gegner Stanislaus Legierski gab die Partie angesichts dieser Übermacht auf. Bei
Kirstin war die Partie unterdessen leider gekippt, nachdem Sie in der
Zeitnotphase einen Zug übersah und infolge dessen die Dame geben musste gegen
Springer und Turm. Ihr Gegner Uwe Malchow konnte diese Partie zum 3:5 Endstand
gewinnen.
Durch diesen Sieg ist man nun alleiniger Tabellenführer der 2. Pfalzliga Ost,
jedoch konnte der stärkste Verfolger Lambsheim mit einem 7:1 gegen
Schifferstadt ebenfalls ein deutliches Ausrufezeichen setzen. In zwei Wochen
spielt man bereits im vorgezogenen Spiel gegen Frankenthal, wo man den Druck auf
die Verfolger weiter erhöhen möchte.
Kreisklasse A
3. Runde
(06.11.2011): TSG
Mutterstadt V - SV Worms VI 4:0
(Jupp
Heger) Am 3. Spieltag hatte die Mutterstadter Fünfte Worms VI zu Gast. Nach
zwei Auftaktsiegen wollte man auch gegen Worms nichts anbrennen lassen. Nach
einer halben Stunde gewann Klaus Schöler kampflos, da Worms mit nur drei
Spielern angetreten war. Karl Reimer konnte überzeugend gewinnen und erhöhte
auf 2:0. Walter Baumann und Jupp Heger hatten
es da schon schwieriger. Aber nach ca. vier Stunden Spielzeit konnten auch sie
ihre Partien nach Hause fahren.
Kreisklasse A
3. Runde
(06.11.2011): TSG
Mutterstadt VII - TSG Mutterstadt VI 2:2
(Hans
Kraus) Der Mannschaftskampf endete mit etwas Glück für Mutterstadt VI
unentschieden 2:2. Hans-Martin Mugrauer und Daniel Völpel einigten sich nach
ca. zweieinhalb Stunden Gesamtspielzeit bei ausgeglichener Stellung auf Remis. Hans
Kraus konnte nach langer Rochade von David Münch diese nette Einladung zum
Angriff am Damenflügel zum Punktgewinn nutzen. Joachim Glöckler stand gegen Kevin
Völpel nach Bauerngewinn und problemloser Stellung auf Gewinn, wollte dann
jedoch zu viel und verlor nach Fehler in der Zugfolge die Partie. Erich Buchholz
hatte im Endspiel zwei Mehrbauern, die leicht zum Sieg gereicht hätten. Marvin
Karhan bot Remis an, und Erich akzeptierte in der Annahme, dass Marvin
aufgegeben hatte. Dass Marvin in dieser Stellung Remis angeboten hatte, konnte
Erich nicht verstehen, da er schwerhörig ist. Daher glücklicher Punkt für
Mutterstadt VI.
2.Pfalzliga
4. Runde (20.11.2011): SK Frankenthal III - TSG
Mutterstadt II 4:4
(Michael
Achatz) Im vorgezogenen Punktspiel gegen die dritte Mannschaft aus Frankenthal
wollte man unbedingt zwei Mannschaftspunkte nachlegen. Der SKF, der auf drei
Stammspieler (Costea, Straub und Krämer) verzichten musste, war rein vom Papier
her auch klar mit im Schnitt 80 DWZ-Punkten unterlegen. Als Ersatz rutschten
hier Herzel, Stoica und Saaz in die Mannschaft. Doch auch bei Mutterstadt
fehlten mit Robert Manner, Thomas Pfeiffer und Eva Biebinger drei Stammspieler,
welche nur schwer zu ersetzen sind. Dafür im Team waren Maximilian Glöckler
und Hans-Jürgen Nicklis.
Bereits nach gut 90 Minuten Spielzeit einigten sich Kirstin Auburger und Mario
Becker auf die Punkteteilung in einer ausgeglichenen Partie. Nach knapp drei
Stunden Spielzeit konnte Michael Achatz die Führung für Mutterstadt erzielen.
Sein Königsangriff gegen Manuel Nitzsche glückte, und so musste dieser nach 23
Zügen die Waffen strecken. Anschließend einigte sich Maximilian Glöckler mit
Rainer Saaz auf Remis, nachdem Maximilian keinen entscheidenden Vorteil
erarbeiten konnte.
Den Ausgleich für Frankenthal erzielte Vlad Stoica gegen den eigentlichen
Punktegaranten Hans-Jürgen Nicklis, welcher im Mittelspiel eine Fortsetzung
übersah, die ihn in entscheidenden Nachteil brachte. Die erneute Führung für
Mutterstadt stellte der Routinier Horst Ledig gegen Dieter Herzel her, indem er
nach einem Opfer volle Initiative hatte und seinem Gegner kaum Chancen auf eine
Verteidigung gab. Horst ist mit 4/4 Punkten einer der beiden Topscorer im
Mutterstadter Team und in der Liga.
Doch Frankenthal ließ nicht nach, und so war es Viktor Albert, der am
Spitzenbrett gegen Ivo Edel den Ausgleich erzielte. Ivo konnte lange Zeit
mithalten, ehe er die vierte Niederlage im vierten Spiel kassieren musste. An
Brett 1 weht eben ein rauer Wind in dieser Liga, doch gegen Schifferstadt hoffen
wir auf einen ersten Sieg von Ivo.
In den letzten beiden Partien war zu diesem Zeitpunkt alles offen, und man
konnte schlecht abschätzen, wer hier besser stand. Edu Tsen de Araujo hätte
gegen Philip Baier mit Dauerschach ein Remis erzielen können, spielte aber die
Partie weiter auf Gewinn. In Zeitnot unterlief ihm dann ein folgenschwerer
Fehler, so dass Philip auch diese Partie für sich entscheiden konnte. Damit hat
er genau wie Horst 4/4 Punkte und ist damit ebenfalls Topscorer im Team und in
der Liga.
In der letzten laufenden Partie zwischen Fauad Reha und Klaus Franz stand zu
diesem Zeitpunkt das Brett in Flammen. Fauad drohte einen Bauern umzuwandeln,
und Franz hatte starken Königsangriff mit zwei Türmen und Läufern. Bei dieser
Stellung wollte keiner eine Einschätzung abgeben, wer diese Partie gewinnen
wird. Am Ende war es Franz, der sich mit einem grandiosen Königsangriff
durchsetzen konnte, so dass es am Ende 4:4 lautete.
Alles in allem war es ein gerechtes Ergebnis, denn an diesem Tag merkte man
keinen DWZ-Unterschied zwischen beiden Teams. Lambsheim kann nun mit einem Sieg
gegen Hassloch die Tabellenspitze übernehmen, und Mutterstadt muss im nächsten
Spiel gegen Schifferstadt wieder zu alter Form zurückfinden, um dabei zu
bleiben im Aufstiegsrennen.
Bezirksliga 4. Runde
(27.11.2011): TSG
Mutterstadt III - SV Worms III 4,5:3,5
(Thomas
Windecker) Am heutigen 1. Advent empfing die TSG Mutterstadt den SV Worms.
Worms, mit einem Zähler hinter Mutterstadt, hat die stärksten Mannschaften
bereits hinter sich, holte gegen SK Ludwigshafen und SK Frankenthal jeweils
Remis. Dies versprach mal wieder eine ganz enge Sache zu werden, und so kam es
auch.
Doch zunächst, die Sonne schien zu diesem Zeitpunkt noch, lief alles nach Plan.
Nach knapp einer Stunde ging Udo Uhrig an Brett 7 gegen Nachwuchsspieler
Florijan Haxha in Führung. In der geschlossenen Partie gelang es Udo sowohl am
Damenflügel als auch am Königsflügel, die gegnerische Stellung zu knacken. In
der Folge gab sich, zu Udos Verwunderung, sein Gegner schon geschlagen. Kurze
Zeit später legte an Brett 2 Peter Mandery gegen Gernot Köhler nach. Beide
einigten sich in einer frühen Phase in einer ausgeglichenen Partie auf Remis.
Den zwischenzeitlichen Ausgleich holte Jan Haugner an Brett 6 gegen Marcel
Böhles, der somit seine zweite Partie in Folge verlor. Dabei sind es immer nur
Nuancen, die bei ihm jeweils zum Verlust der Partie führten. An Brett 1, das
von Sven Metzger und Nikolay Ovtcharov besetzt war, kam dieses Mal eine freudige
Ergebnismeldung. Mit einem vollen Punkt trug Sven maßgeblich zum Erfolg unserer
Mannschaft bei.
Da dem geschätzten Leser nun klar ist, dass Mutterstadt wohl gewonnen hat,
möchte ich nun mit den weiteren Partien fortfahren. Die Sonne schien immer
noch, als sich Maximilian Glöckler an Brett 4 gegen Bastian Schmidt durchsetzen
konnte. Dass er kurz vor der ersten Zeitkontrolle eine Figur erobern konnte,
freute ihn bereits, aber dass die Partie dann auch gleich zu Ende sein würde,
noch mehr. Denn sein Gegner verlor auf Zeit.
Wolken zogen auf, als an Brett 3, an dem es Hans-Jürgen Nicklis mit Albrecht
Seelmannn zu tun hatte, eine Diskussion zwischen den Kontrahenten auftrat.
Jürgen war der festen Meinung, dass sein Gegner bereits auf ein von ihm
angebotenes Remis eingewilligt hätte und auch, dass aufgrund einer
Zugwiederholung die Partie hätte Remis gewertet werden müssen. Leider hat er
zu diesem Zeitpunkt zur Klärung des Sachverhaltes nicht die Uhr angehalten.
Hinterher, als Jürgen stellungstechnisch nicht mehr Paroli bieten konnte, war
es dann leider zu spät.
Thomas Windecker an Brett 8 gegen Daniel Friederich hatte ja bisher eine weiße
Weste. Die hätte er auch behalten können, denn früh gewann er die Qualität.
Dann ließ er es dummerweise zu, dass sein Gegner erst einmal gut ins Spiel kam.
Nach ausgestandener Angriffswelle gewann Thomas wieder die Oberhand, um dann
schließlich die Qualität wieder herzugeben. Danach ließ sein Gegner keine
Möglichkeiten mehr zu, so dass Thomas total frustriert aufgab.
Doch glücklicherweise, und das ist das Wesentliche am Mannschaftssport, gelang
Markus Deigner an Brett 5 gegen Dominik Schäffner nach einer verkorksten
Eröffnung dann doch der Sieg. Das Endspiel spielte er sehr präzise und hatte
am Ende, als der gegnerische Mannschaftsführer Daniel Hendrich seinem Spieler
signalisierte, dass eine Pattsituation wohl nicht mehr zu erwarten wäre, drei
Bauern mehr. So gewann Mutterstadt knapp mit 4,5 zu 3,5.
(Gerd Högerl) Im
Heimspiel gegen den SV Worms, der mit einem Unentschieden gegen Abstiegskandidat
Illingen und einer klaren Niederlage gegen Heidesheim unerwartet schlecht in die
Saison gestartet war, galt es, zumindest nicht zu verlieren, um die Wormser in
der Tabelle nicht vorbeiziehen zu lassen. Während Worms jedoch in stärkster
Aufstellung antrat, musste bei Mutterstadt Patrick Köhler ersetzt werden.
Dadurch kam Neuzugang Fauad Reha zu seinem ersten Oberliga-Einsatz.
Für das erste Erfolgserlebnis auf TSG-Seite sorgte nach drei Stunden Spielzeit
Steffen Schluchter, der seine unglückliche Niederlage gegen Landau gut verdaut
hatte und Pfalzmeister FM Karl-Jasmin Muranyi ein Remis abrang.Eine
Viertelstunde später sorgte Topscorer Heiner Scheiblauer für die
Mutterstadter Führung. Sehr früh hatte er den gegnerischen Aufbau widerlegt
und die Weichen auf Sieg gestellt. Auch in der Folgezeit ließ er nichts mehr
anbrennen und fuhr seinen dritten Sieg im dritten Spiel ein. Damit führt er
alleine die Einzelwertung an.
Dann ging alles Schlag auf Schlag. Quasi im Fünf-Minuten-Takt endeten die
restlichen sechs Partien. Zunächst war es Gerd Högerl, der zwei Springer für
Turm und zwei Bauern gegeben hatte, dafür aber jegliches Gegenspiel unterbinden
und seinen Stellungsvorteil ausbauen konnte. Sein Gegner versuchte noch, mit
einem Verzweiflungsopfer Verwirrung zu stiften, musste aber bald darauf
aufgeben. Für
den dritten Mutterstadter Partiegewinn sorgte Robert Völpel. Er nutzte eine
Unachtsamkeit seines Gegners, um einen unwiderstehlichen Königsangriff zu
entfachen. Zwar gab er sich mit Qualitätsgewinn zufrieden, anstatt den Sack
sofort zuzumachen, doch das Endspiel führte er dann sicher zum Sieg.
Damit stand es 3,5:0,5 für Mutterstadt, und da Günter Haag ein totes
Remisendspiel auf dem Brett hatte, fehlte nur noch ein halber Brettpunkt zum
Mannschaftssieg. Während die Stellungen von Tobias Bärwinkel und Markus
Mandery an den Brettern 2 und 3 wenig Hoffnung auf diesen boten, hatte Fauad
Reha an Brett 8 alles in der Hand. Obwohl
er bereits mit zwei Bauern ins Hintertreffen geraten war, hatte er mit einem
Figurenopfer noch einmal alles auf eine Karte gesetzt. Und tatsächlich ließ
sich sein Gegner aus der Ruhe bringen und geriet mit seinem König in Fauads
Mattnetz. Zweimal jedoch übersah Fauad, dem nur noch wenig Zeit bis zur
Zeitkontrolle verblieb, den direkten Gewinn, zuerst ein zweizügiges Matt und
kurz darauf einen Turmgewinn. Immer noch hätte er zum Matchwinner werden können,
aber als er dann auch noch das Remis durch Zugwiederholung verpasste, hatte sich
sein Gegner konsolidiert und sicherte sich mit der Mehrfigur den Sieg.
Der Rest ist schnell erzählt. Günters Endspiel wurde kurz darauf Remis
gegeben. Auch hier war mehr drin. Günter hatte die Chance, mit einer taktischen
Kombination in ein klar gewonnenes Endspiel mit zwei Mehrbauern überzuleiten.
Stattdessen erreichte er "nur" ein Endspiel mit einem Mehrbauern, das
natürlich ungleich schwerer zu gewinnen war. Tobias hatte nach der Eröffnung
durchaus Stellungsvorteil erreicht, doch die zerklüfteten Bauern erforderten
sehr genaues Spiel. Leider gelang es Tobias nicht, die gegnerischen Figuren vom
Eindringen in die eigene Stellung abzuhalten und die vereinzelten Bauern unter
Beschuss zu nehmen. Trotz zweier Minusbauern kämpfte er noch weiter, doch als
dann auch noch ein Figurenverlust unvermeidlich wurde, gab er auf. Markus
hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert, dafür aber nicht wirklich viel
Kompensation erhalten. Dieses Bauernminus begleitete ihn somit bis ins Endspiel,
und nach dem zwangsläufigen Verlust eines weiteren Bauern blieb nur noch die
Aufgabe.
Am Ende hieß es also 4:4, und genau wie im Spiel zuvor gegen Landau hatte
Mutterstadt erneut eine hohe Führung nicht in einen Sieg umwandeln können. Mit
dem Mannschaftspunkt kann man sicher leben, schließlich wurde die
Brettpunkterwartung von 3,66 auch diesmal übertroffen, doch wer weiß heute
schon, ob der Punkt angesichts der unklaren Abstiegssituation in der 2.
Bundesliga Süd in der Endabrechnung nicht vielleicht fehlen könnte?
2.Pfalzliga 5. Runde
(11.12.2011): TSG
Mutterstadt II - SC Schifferstadt II 5:3
(Michael
Achatz) Im vorgezogenen Punktspiel der 2.Pfalzliga Ost hatte die 2. Mannschaft
aus Mutterstadt die 2. Mannschaft aus Schifferstadt zu Gast. Vom Papier her war
es eine klare Angelegenheit, doch wie schon so oft in dieser Spielzeit machte
man es spannender als gewollt.
Amelie Serif, die für Holger Biebinger ins Team gerückt war, musste sich an
Brett 8 nach gut 2,5 Stunden geschlagen geben, so dass man mit 0:1 in Rückstand
geriet. Michael Achatz tat sich an Brett 4 gegen Bernhard Mayer ebenfalls
ziemlich schwer. Dieser zog auf 1.d4 direkt e5, was Michael so seit über fünf
Jahren nicht mehr auf dem Brett hatte. Entsprechend viel Bedenkzeit wurde von
ihm und zum Glück auch von seinem Gegner benötigt. Als dieser dann im 14.Zug
Lxb2+ ziehen konnte und die Stellung zu kippen drohte, nahm Michael das
Remisangebot seines Kontrahenten an.
Danach holte Mr. 100%, Horst Ledig, seinen fünften Sieg im fünften Spiel.
Horst spielte diesmal sehr geduldig, lehnte ein Remisangebot ab und nutzte die
sich ihm bietende Chance eiskalt zum Ausgleich aus. Robert Manner, der gegen
Roland Meinhardt von Beginn an sehr druckvoll agierte, überrannte seinen Gegner
am Damenflügel, auf welchen dieser lang rochiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt
stand Fauad Reha an Brett 3 mit zwei Minusbauern und der schlechteren Stellung
stark auf Verlust, doch er versuchte alles, um diesen abzuwenden.
Die Führung ausbauen konnte Philip Baier, der mit ebenfalls 5 aus 5
gleichziehen konnte mit Horst. Beide Spieler tragen maßgeblich zum bis jetzt so
guten Abschneiden der Mannschaft bei. Dabei war es diesmal für Philip ein
hartes Stück Arbeit, und er wollte schon Remis machen. Doch auch hier zahlte
sich die Geduld aus, und Philip verwertete ein paar kleine Ungenauigkeiten beim
Übergang ins Endspiel und nutzte diese zum Sieg. Danach musste sich der bis
jetzt an Brett 1 etwas unglücklich agierende Ivo Edel gegen Paul Turner
geschlagen geben. Hoffen wir, dass er gegen Lambsheim die Wende schafft. Dabei
hatte man zwischendurch die Hoffnung, dass diesmal etwas Zählbares herauskommt,
doch sein Gegner spielte im Großen und Ganzen eine sehr starke Partie.
Kirstin Auburger musste nun den Sack zu machen. Gegen Wolfgang Appel hatte sie
zwar die Quali mehr, aber die Stellung war brandgefährlich bis zum Schluss, und
so mancher Zug hätte nur zum Remis geführt. Doch zum Glück konnte Kirstin
diesmal die Stellung verwerten zum vorentscheidenden 4,5:2,5. Angesichts dieses
Spielstands einigte man sich in der Partie zwischen Fauad und Andreas Teuffer
auf die Punkteteilung, obwohl die Partie mit zwei Minusbauern für Fauad bei
technisch korrektem Spiel seines Gegners verloren sein sollte.
Am Ende fiel das Resultat mit 5:3 doch recht überzeugend aus, und Lambsheim
muss nun am kommenden Wochenende gegen Deidesheim zunächst nachlegen, ehe es
dann am 15. Januar zum wohl bereits vorentscheidenden Spiel um den Aufstieg
zwischen Mutterstadt und Lambsheim kommt.
Kreisklasse A 4. Runde
(11.12.2011): SC Lambsheim IV - TSG
Mutterstadt V 1,5:2,5
(Jupp
Heger) Am 4. Spieltag musste Mutterstadt V nach Lambsheim. Bei dem im Liga-Mittelfeld
liegenden Gegner musste unbedingt gewonnen werden, um die Tabellenspitze weiter
verteidigen zu können. Es begann sehr schlecht für Mutterstadt, denn Jupp
Heger verlor überraschend seine Partie. Das hieß, seine drei Teamkollegen
brauchten mindestens zwei Siege und ein Remis, um den Kampf doch noch heimfahren
zu können. Klaus Schöler und Karl Reimer drehten fast gleichzeitig den
Spielstand von 1:0 auf 1:2, so dass unser Spitzenbrett Walter Baumann nur noch
ein Remis halten musste, was ihm auch gelang. Da Worms gegen Grünstadt gewinnen
konnte, liegt man nun mit zwei Punkten Vorsprung auf Worms und Grünstadt an der
Spitze.
Kreisklasse A 4. Runde
(11.12.2011): SV Worms VI - TSG
Mutterstadt VII 0,5:3,5
(Hans
Kraus) Hans-Martin Mugrauer gegen D.Alexander und Joachim Glöckler gegen J.Fink
gewannen ihre Partien deutlich - bei Joachim waren kurz vor Schluss zwei Damen
auf dem Brett gegen einen weitgehend freistehenden König. Die Partie von Hans
Kraus gegen F.Maas ging über 70 Züge bis zu einem glücklichen Gewinn für
Hans (einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul). Erich Buchholz einigte
sich mit J.Wiedemann nach ca. zwei Stunden Gesamtspielzeit auf Remis. Daher:
Worms 6 mit 0,5 Punkten zu 3,5 Punkten für Mutterstadt 7. So kann's
weitergehen.
(Marcel
Böhles) Einen entspannten Adventsvormittag verbrachte am Sonntag die dritte
Mannschaft der TSG Mutterstadt beim Gastspiel in Grünstadt. An den acht
Brettern, die kurzfristig in der Turnhalle der TSG Grünstadt aufgebaut werden
mussten, konnten sich die Gäste innerhalb von vier Stunden mehr als deutlich
durchsetzen.
Den Auftakt bildete jedoch schon nach rund zwei Stunden das Unentschieden von
Sven Metzger an Brett 1. Das Remis in unklarer Stellung bedeutete für Sven
angesichts einer Unterlegenheit von mehr als 200 DWZ-Punkten gegenüber Stephen
Hemp ein mehr als achtbares Ergebnis. Maximilian Glöckler löste bald darauf
seine Aufgabe sehr souverän. Nachdem er den gegnerischen Angriff am Königsflügel
pariert hatte, konnte er mit seinen schwarzen Figuren am Damenflügel seines
Kontrahenten eindringen und gewinnen.
Nach rund dreieinhalb Stunden Spielzeit fiel dann binnen 20 Minuten die
Vorentscheidung. Peter Mandery, der seinen Gegner Thomas Michelberger von Beginn
an durch schnelles Angriffsspiel in Bedrängnis gebracht hatte, fügte seinem
Gegner derart schwere Materialverluste zu, dass diesem nur die Aufgabe blieb. An
Brett 7 agierte Udo Uhrig nach seinem mäßigen Saisonstart auch diesmal sicher.
In seiner Partie behielt er jederzeit die Kontrolle und überrannte am Ende
seinen Gegner am Königsflügel mit gleich mehreren Freibauern. Ganz und gar
nicht kontrolliert spielte hingegen Thomas Windecker, der mit seinem jungen
Gegenüber Matthias Schultze anfangs beträchtliche Probleme hatte, was sich in
zwei Minusbauern niederschlug. Doch dank einer klassischen Trotzreaktion gelang
es Thomas, dem noch unerfahrenen Grünstadter den Materialvorsprung abzunehmen
und ihn peu à peu zurückzudrängen. Einen besonders schönen Erfolg errang
Hans-Jürgen Nicklis, der in einem offenen Schlagabtausch mit massiven Drohungen
den Überblick behielt und seinem Gegner ein Mattnetz spannte, aus dem es kein
Entrinnen gab.
Beim Stand von 5,5:0,5 ging es in den verbleibenden zwei Partien folglich nur
noch um die Höhe des Sieges. Markus Deigner konnte nach einer lange
ausgeglichenen Partie in einem Endspiel mit zwei Leichtfiguren gegen Turm einen
gegnerischen Fehler sofort bestrafen und zum 6,5:0,5 erhöhen. Schließlich
musste einzig der in dieser Saison bislang glücklos spielende Marcel Böhles
den Grünstadtern einen Ehrenpunkt überlassen und dabei einsehen, dass
PWZ-Erfolge sich nicht unbedingt in der DWZ-Entwicklung niederschlagen müssen.
Angesichts des Resultats von 6,5:1,5 bedeutete die Niederlage jedoch nicht mehr
als eine Randnotiz am Ende eines erfolgreichen Adventsausfluges.
(Michael
Achatz) Im heutigen Spitzenspiel der 2.Pfalzliga Ost kam es zu dem erwartet
spannenden Duell zwischen den beiden Spitzenreitern aus Mutterstadt und
Lambsheim. Beide Teams waren in Topbesetzung angetreten, und es ging an den
meisten Brettern auch gleich richtig zur Sache.
Nach ca. 90 Minuten einigten sich Michael Achatz und Andre Loßnitzer, genau wie
im Vorjahr, auf die Punkteteilung, nachdem man eine Stellung im Grünfeld-Inder
erreicht hatte, wo für beide Seiten kaum mehr zu wollen ist. Etwas später nahm
auch Philip Baier das Remisangebot von Anne Weiland an, welche die
Skandinavische Verteidigung wählte, und auch hier eine solide Stellung erreicht
wurde, welche kaum Spielraum gab, auf Sieg zu spielen.
Bei Ivo Edel wurde diesmal an Brett 2 die Drachenvariante gespielt, wobei Ivo
die Theorie souverän beherrschte, allerdings nach einem zweifelhaften Zug
seines Gegners eine theoretische Gewinnfortsetzung nicht finden konnte, was
allerdings in dieser Stellung extremst schwer war. In der Folge wickelte man in
eine scharfe Dauerschachvariante ab. Für Sizilianischfreunde war dies eine sehr
schön gespielte Partie von beiden Seiten, und Ivo konnte damit auch seinen
ersten halben Zähler verdientermaßen einfahren.
Anschließend musste sich Robert Manner gegen Ralph Ritter geschlagen geben.
Lange Zeit sah es so aus, als ob Robert die bessere Stellung in dieser Orang-Utan-Eröffnung
hatte, doch nach einer verpassten Gelegenheit, den Läufer stark auf f3 zu
spielen, bekam sein Kontrahent gutes Spiel, was am Ende zum Sieg führte. In der
Partie zwischen Fauad Reha und Marco Weiland ging es richtig zur Sache. Beide
spielten voll auf Angriff, und so verwundert es auch nicht, dass das Remis nach
einem Dauerschach zustande kam, wobei Fauads Gegner mit dem König quer über
das ganze Brett laufen musste. Eine sehr interessante Partie von beiden
Spielern.
Mr. 100 Prozent, Horst Ledig, war es schließlich wieder, der für Mutterstadt
mit seinem sechsten Sieg im sechsten Spiel zum 3:3 ausgleichen konnte. Gegen
Dieter Hess spielte Horst ein Gambit (es müsste Albins Gegengambit gewesen
sein), wobei er nach einem schönen Quali-Opfer zwei Bauern gewinnen konnte und
die Mehrbauern im Endspiel konsequent verwerten konnte.
In der Partie zwischen Thomas Pfeiffer und Ralf Schmidt konnte man zu diesem
Zeitpunkt den Ausgang schlecht vorhersehen. Schließlich drohte Thomas mit Matt,
welches nur durch Dauerschach abgewehrt werden konnte, was die Punkteteilung zur
Folge hatte. In der letzten laufenden Partie zwischen Kirstin Auburger und
Alexander Beck versuchte nun Kirstin alles mögliche, um noch den
Mannschaftssieg für Mutterstadt zu erzielen. Im Mittelspiel konnte Kirstin
einen Bauern gewinnen, doch das Endspiel mit Läufer gegen Springer und vier zu
drei Bauern war sehr schwer zu spielen. Beck fand die richtigen
Verteidigungszüge, und so musste Kirstin nach 5 Stunden und 45 Minuten ins
Remis einwilligen.
Letztendlich war es ein leistungsgerechtes 4:4. Lambsheim liegt nun mit 2,5
Brettpunkten mehr weiterhin an Platz 1 der Tabelle, doch bei noch drei
ausstehenden Spielen ist das letzte Wort um den Aufstieg noch nicht gesprochen.
In der nächsten Runde gegen Deidesheim muss man alles geben, um bei den
Brettpunkten aufzuholen. Gegen Lambsheim war es der erste Mannschaftpunkt nach
der 2:6 Schlappe im Vorjahr und der bitteren 3,5:4,5 Niederlage vor zwei Jahren.
Bezirksliga
6. Runde (22.01.2012): TSG
Mutterstadt III - Schachhaus Ludwigshafen II 4:4
(Thomas
Windecker) Die Runde 6 in der Bezirkliga Nord-Ost bestritt heute die TSG
Mutterstadt gegen das Schachhaus Ludwigshafen. Auf Maximilian Glöckler, der zur
Zeit sein Abitur macht, musste die 3. Mannschaft heute verzichten. Als Ersatz
konnte Eva Biebinger gewonnen werden.
Zunächst konnte sich Marcel Böhles an Brett 5 gegen Volker Halisch
durchsetzen. Bei zwei Mehrbauern und positionellem Vorteil ließ er seinem
Gegner keine Chance, so dass dieser aufgab. Mit Schachspielen hatte es wohl
nichts zu tun, was Thomas Windecker an Brett 7 gegen Grigorios Chitzios, der
auch noch verspätet zur Partie antrat, zelebrierte. Nach einer vollkommen
desolaten Darbietung in der Eröffnung gewann Chitzios zunehmend die Oberhand
und ließ Thomas nicht einmal den Hauch einer Chance. Guten Morgen, Thomas!
Dafür erkämpfte sich Eva Biebinger an Brett 8 gegen Helmut Walischewski den
Sieg. In einer bis zum späten Mittelspiel vorangeschrittenen Partie hatte sie
einen Mehrbauern bei beiderseits vorhandenen Läufern und je einem Turm. Dank
ihrer aktiveren Stellung langte ihr das zum Punktgewinn. Ebenfalls über die
gesamte Partie dominant war Udo Uhrig gegen Thomas Hellhake an Brett 6. Zum
Schluss konnte er die Partie für sich entscheiden, weil sein Gegner eine Figur
einstellte und daraufhin aufgab. Auch Peter Mandery an Brett 2 gegen Jürgen
Reinmuth entschied eindrucksvoll die Partie zu seinen Gunsten. Am Königsflügel
opferte er am Ende gar einen Turm, worauf sein Gegner postwendend aufgab.
So lag man bei drei ausstehenden Partien mit 4:1 vorne. Dass es am Ende nur zu
einem 4:4 reichte, lag an folgendem: Hans-Jürgen Nicklis an Brett 3 gegen Mark
Schad verlor im Endspiel aufgrund entfernter Freibauern, Sven Metzger an Brett 1
gegen Peter Kühner aufgrund einer in der Zeitnotphase verlorenen Figur und
Markus Deigner an sich selbst. Denn letzterer hatte die Qualität und
positionellen Vorteil, aber er verkomplizierte sich seine Partie zunehmend
selbst, infolge dessen sein Gegner einen Bauern nach dem anderen gewann und vor
Markus' Aufgabe mittels Gabelung - Schach bei gleichzeitigem Angriff auf den
undeckten Turm - auch diesen noch gewann.
Mit dem Abstieg wird man wohl nichts mehr zu tun haben, aber bei der derzeitigen
Tabellenkonstellation besteht durchaus noch die Möglichkeit aufzusteigen. Denn
als Viertplatzierter mit zwei Punkten Rückstand zum Tabellenführer und
angesichts der Tatsache, dass man noch die ersten Drei der Tabelle vor sich hat,
wäre dies eine realistische Annahme. Die nächste Begegnung gegen den Tabellenführer
Lambsheim wird wegweisend sein.
Kreisklasse A 5. Runde
(22.01.2012): TSG
Mutterstadt V - SV Worms VII 3:1
(Jupp
Heger) Im heutigen Spitzenspiel empfing der Tabellenführer Mutterstadt V den
Zweiten aus Worms. Worms konnte sich mit einem doppelten Punktgewinn an die
Spize setzen. Für Mutterstadt galt daher eine Punkteteilung als Minimalziel.
Mit einer riesigen Überraschung ging die erste Partie zu Ende. Mutterstadts
Brett 1, Walter Baumann, übersah den Gewinnzug, verlor eine Figur und musste
anschließend aufgeben. In den übrigen Partien sah es auch nicht rosig aus, bis
auf Mirko Kahl, der sich schon früh eine Gewinnstellung erarbeitet hatte und
diese auch zum 1:1 verwerten konnte. Dass Schach auch ein Glücksspiel sein kann,
sah man an den letzten beiden Partien. Klaus Schöler mit einer Remisstellung
und Karl Reimer mit einem verlorenen Endspiel auf dem Brett. Würde dies so
bleiben, wäre die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in weite
Ferne gerückt. Doch Schachgöttin Caissa war den Mutterstadtern wohlgesonnen.
Erst patzte der Gegner von Klaus Schöler, und Mutterstadt ging 2:1 in Führung.
Dann schoss auch noch der Widersacher von Karl Reimer einen Bock, so dass es am
Ende 3:1 für Mutterstadt hieß.
Kreisklasse A 5. Runde
(22.01.2012): TSG
Mutterstadt VII - SC Lambsheim IV 2:2
(Hans
Kraus) Leider konnte Curd Lerner nicht spielen, so dass Mutterstadt 7 nur zu
dritt gegen Lambsheim 4 antrat. Trotzdem reichte es zu einem 2:2. Joachim Glöckler
gewann nach zähem Kampf, Endspiel mit einem Turm und Läufer gegen Turm und
jeweils gleicher Anzahl Bauern, gegen J. Dalchow. Hans Kraus gewann nach langer
Rochade des Gegners und Angriff am Damenflügel gegen O. Tepper. Hans-Martin Mugrauer
konnte gegen P. Saive im Endspiel mit einem Springer bei zwei Mehrbauern des
Gegners keinen Gewinnweg finden, und die Partie ging an Saive. Letztendlich ein
gerechtes Unentschieden.
Bezirksliga
7. Runde (05.02.2012): SC Lambsheim II - TSG
Mutterstadt III 3,5:4,5
(Thomas
Windecker) Die 3. Mannschaft der TSG Mutterstadt war heute als Viertplatzierter
mit nur zwei Punkten Rückstand zu Gast beim SC Lambsheim, dem Tabellenführer
in der Bezirksliga Nord-Ost. Ein Sieg musste unbedingt her, wenn man oben noch
ein Wörtchen mitreden wollte. Beide Vereine trennten sich in der Vergangenheit
immer denkbar knapp. Wie es wohl dieses Mal ausgehen würde?
Zunächst einmal musste sich Peter Mandery an Brett 1 gegen Tim Walther
geschlagen geben. Er konnte den Druck, den er auf dem Königsflügel seines
Gegners aufbaute, nicht aufrechterhalten, und dem Gegendruck, den der Gegner am
Damenflügel entwickelte, am Ende nicht ausreichend standhalten, so dass er
seine Dame ohne ausreichende Kompensation hergeben musste. Marcel Böhles an
Brett 5 gegen Roland Saive konnte jedoch bald danach ausgleichen. Er war in der
glücklichen Lage, dass sein Gegner trotz langer Überlegung seine Dame in der
Diagonale vor den Turm platzierte, was freilich zum Verlust der Qualität
führte, und zwar mittels Läuferangriff. Den Rest der Partie konnte er dann
mühelos abwickeln. Mit Herbert Grube sah sich Thomas Windecker an Brett 7 einem
starken Gegner gegenüber, der die Französische Variante als Eröffnung
wählte. Wird diese gespielt, wählt Thomas immer die Abtauschvariante, mit der
er noch am besten umgehen kann. So kam er gut aus der Eröffnung heraus in ein
ausgeglichenes Mittelspiel bis hin zum Endspiel, in dem sich die Kontrahenten
auf Remis einigten.
Sämtliche noch offenen Partien waren bis dahin vollkommen ausgeglichen. Ein
winzig kleiner Fehler allerdings, den sich Hans-Jürgen Nicklis gegen Dieter
Hess an Brett 3 erlaubte, führte durch Selbsteinkesselung zu einem unabwendbaren
Matt. Ausgeglichen war auch die Partie von Maximilian Glöckler gegen Markus
Wolf-Lambrecht an Brett 2, keiner der beiden ließ noch irgendetwas anbrennen,
so dass die Partie am Ende unentschieden endete.
Die nächste im Prinzip remisträchtige Partie fand zwischen Eva Biebinger und
Hubert Röhrenbeck an Brett 8 statt. Drei Mehrbauern gegen eine Figur deuteten
schon darauf hin, aber die Konstellation in der Partie entschied darüber, wie
sie letzen Endes dann ausging. Eigentlich hätte sich Eva schon gern auf Remis
geeinigt. Nachdem Mutterstadt aber schon mit einem Punkt zurücklag und aufgrund
der Tatsache, dass im Endspiel Läufer gegen drei - und das war das Entscheidende
- zusammenhängende Bauern am Königsflügel aufeinandertrafen, erklärte sie
sich bereit, doch bis zum Ende durchzuspielen, auch auf die Gefahr hin zu
verlieren. Doch sie verlor nicht und konnte bei noch zwei ausstehenden Partien
ausgleichen.
An Brett 6 spielte unter anderem noch Udo Uhrig gegen Manfred Wacker. Früh bot
letzterer Remis an. Doch Udo lehnte erst einmal ab. Im Laufe der Partie büßte
er allerdings einen Bauern ein, so dass es eng um die Partie stand. Ihm gelang
dennoch, und zu unserer aller Freude, ein Remis, was spielentscheidend werden
sollte. Denn an Brett 4 spielte zum Schluss nur noch Markus Deigner gegen
Matthias Nagel. Lange war überhaupt nicht klar, wer sich denn durchsetzen
würde. Doch anstelle mehr an die Verteidigung im eigenen Lager zu denken, begab
sich Markus' Gegner mit dem Turm auf einen Ausflug, der allerdings überhaupt
nichts bewirkte. Der h-Bauer von Markus konnte unaufhaltsam voranschreiten, der
gegnerische König war durch den auf der g-Linie bestens platzierten Turm vom
h-Bauern getrennt. Obwohl die Partie noch voll im Gange war, war jedem klar,
dass sich am heutigen Tage Mutterstadt durchsetzen würde. Wenn auch, wie so
oft, denkbar knapp.
Sollte Lambsheim beide ausstehenden Partien noch gewinnen und Mutterstadt auch,
hängt es stark von der Höhe der jeweiligen Siege ab. Aber man sollte nicht
vergessen, der aktuelle Tabellenführer heißt SK Ludwigshafen mit einem Punkt
Vorsprung vor Lambsheim und Mutterstadt.
(Michael
Achatz) Am heutigen Spieltag musste man die Pflichtaufgabe gegen Deidesheim
erfüllen, um oben dran zu bleiben an Lambsheim. Deidesheim konnte
krankheitsbedingt nur mit sechs Spielern antreten, so dass man direkt mit 2:0 in
Führung ging.
An den übrigen sechs Brettern entwickelten sich teils muntere Partien. Schon
fast selbstverständlich in dieser Saison fuhr Horst Ledig den ersten
herausgespielten Sieg für Mutterstadt ein und holte damit seinen siebten Punkt
im siebten Spiel. Wie immer in dieser Saison eine klasse Leistung von Horst.
Eigentlich dachte man, dass die Begegnung schon gelaufen sei, aber plötzlich
musste Philip Baier eine Figur geben und Robert Manner stand auch mehr als
bedenklich. Ivo Edel an Brett 1 kämpfte unterdessen aufopferungsvoll gegen FM
Hackel, und Michael Achatz versuchte, sich langsam aber stetig einen
Stellungsvorteil herauszuarbeiten. Bei Kirstin Auburger war zu diesem Zeitpunkt
auch noch alles möglich.
Dann der Knaller von Roberts Gegner, der in vermutlich gewonnener Stellung einzügig
den Turm einstellte, so dass es 4:0 stand. Um nun den Druck von den restlichen
Partien zu nehmen, bot Michael in leicht angenehmerer Stellung ein Remis an,
welches sein Kontrahent Josef Lennartz eigentlich annehmen wollte, aber er
entschloss sich trotzdem, noch weiter zu spielen. Philip konnte nun zumindest
noch einen weiteren Bauern gewinnen, so dass diese Partie auch noch nicht ganz
verloren war. Kurz vor Blättchenfall hatte Michael seine Stellung weiter
verstärken können, aber es fehlte der Plan zum entscheidenden Durchbruch. Bei
etwas mehr Zeit wären hier schöne Züge spielbar gewesen. Stattdessen spielte
er es ohne Risiko und bot nochmals die Punkteteilung an, welche sein Kontrahent
diesmal annahm, da die Stellung hochbrisant war. Anschließend remisierte auch
Philip gegen Peter Leibfried.
Kirstins Gegner rechnete nun auch damit, dass Kirstin das Remis annehmen würde,
aber auf Grund des Spielstandes und leicht besserer Stellung für Kirstin lehnte
sie ab, da man ja noch auf Lambsheim Brettpunkte aufholen muss. Sichtlich
genervt spielte ihr Gegner weiter. Kirstin verstärkte ihre Stellung Zug um Zug,
und ihr Gegner bot wenig später nochmals Remis, welches Kirstin
selbstverständlich wieder ablehnte. Jetzt kommt das Unfassbare, was ich so in
zwanzig Jahren Mannschaftskämpfen noch nie erlebt habe. Ihr Gegner gab die
Partie einfach auf mit dem Spruch, er "habe heute Nachmittag noch was Besseres
zu tun als dieses planlose Herumgeschiebe". Planlos war es am Ende in der
Tat, was er zog, denn er war mit dieser Stellung anscheinend leicht überfordert,
und so war es besser, dass er sich weitere Qualen ersparte.
An Brett 1 kämpfte unterdessen Ivo weiter tapfer gegen FM Hackel, doch am Ende
musste er, trotz starker Partie, im Endspiel die Segel streichen. Da Lambsheim
mit 5,5:2,5 gewann, hat man nun nur noch zwei Brettpunkte Rückstand. Es bleibt
also spannend im Aufstiegsrennen.
Kreisklasse A 6. Runde
(12.02.2012): TSG Grünstadt II - TSG
Mutterstadt V 0:4
(Jupp
Heger) Am vorletzten Spieltag musste die Mutterstadter "Fünfte" zum
Verfolger nach Grünstadt. Grünstadt, Vierter der Tabelle und punktgleich mit
dem Zweiten, hatte nur noch eine theoretische Chance auf den Aufstieg. Tabellenführer
Mutterstadt benötigte dahingegen lediglich einen Punkt aus den letzten beiden Kämpfen
zum Titelgewinn. Um es vorweg zu nehmen, Mutterstadt ließ dem Gegner nicht den
Hauch einer Chance und fuhr einen souveränen 4:0 Sieg ein. Ungeschlagen mit
12:0 Punkten steht die "Fünfte" bereits einen Spieltag vor Saisonende
als Meister und Aufsteiger fest. Es spielten und siegten: Walter Baumann, Karl
Reimer, Jupp Heger und Klaus Schöler.
Kreisklasse A 6. Runde
(12.02.2012): SV Worms VII - TSG
Mutterstadt VII 1:3
(Hans
Kraus) Die Partien endeten 1:3 zugunsten von Mutterstadt 7. Hans-Martin Mugrauer
gewann gegen J. Nagel locker und leicht nach ca. zweieinhalb Stunden
Gesamtspielzeit. Joachim Glöckler konnte gegen D. Bogner in ein Endspiel mit
Turm und Läufer und Bauern gegen Turm und Bauern gelangen, das nach weiterem
Bauerngewinn sicher gewonnen wurde. Nach einem Turmverlust von Hans Kraus gegen
G. Labrakos, Schadensbegrenzung durch Springer gegen Turm des Gegners, war die
Partie für Hans eigentlich fast verloren. Dieser Vorteil verleitete Labrakos zu
einer Reihe ungenauer Züge, die nach einem Turmtausch zu drei Freibauern auf
der h-, der b- und der c-Linie für Hans gegen einen Läufer führten. Die
verbundenen Freibauern ergaben letztendlich den glücklichen Sieg für Hans. Curd
Lerner konnte leider nicht spielen. Daher ein Punkt kampflos an Worms
7 am Brett 4 (Christoph Denig).
Bezirksliga
8. Runde (04.03.2012): TSG
Mutterstadt III - SK Ludwigshafen III 3:5
(Thomas
Windecker) Im Spitzenspiel zwischen der TSG Mutterstadt III und dem SK 1912
Ludwigshafen III ging es heute um alles. Wer heute den Mannschaftskampf für
sich entscheidet, hat - unter den richtigen Voraussetzungen - die besten Chancen
auf den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Mutterstadt musste erneut auf
Sven Metzger, der eine Mittelohrentzündung auskurieren muss, verzichten. Aber
auch Ludwigshafen war mit einem Ersatzspieler angetreten. Um es kurz zu machen,
das Spiel entschied der SK Ludwigshafen für sich. Wenngleich Ludwigshafen im
Schnitt um 65 DWZ-Punkte besser aufgestellt ist, ist es doch letzten Endes die
Tagesform, die darüber entscheidet, wer den Sieg davon tragen wird.
Ludwigshafen verlor ja gegen Lambsheim, Mutterstadt jedoch gewann. Nur hier zog
Mutterstadt heute leider den Kürzeren.
Nach fünf Partien stand es noch ausgeglichen 2,5:2,5. Jürgen Nicklis an Brett
2 remisierte gegen Werner Ullrich, Peter Mandery an Brett 1 gewann gegen
Karlheinz Vogel, Thomas Windecker an Brett 7 verlor wieder einmal, und zwar
gegen Werner Hary, der allerdings auch eine sehr gute Saison spielt, Markus
Deigner an Brett 4 remisierte ebenfalls gegen Jan Cerny, ebenso wie Maximilian
Glöckler an Brett 3 gegen den immerhin schon 91-jährigen Karl Thurner. Marcel
Böhles an Brett 5 gegen Egon Betz verlor, Eva Biebinger an Brett 8 holte gegen
Horand Rittersbacher Remis. Leider verlor dann zum Schluss Udo Uhrig an Brett 6
gegen Claus Petschick.
Den Ludwigshafenern gebührt Respekt und hohe Anerkennung, wenn man deren
Durchschnittsalter, welches weit über 60 Jahre liegt, bedenkt. Dennoch wird
sich sich erst am letzten Spieltag entscheiden, ob Lambsheim oder Ludwigshafen
aufsteigen wird. Mutterstadt hat sich zumindest einen ordentlichen Platz im
Mittelfeld erkämpft.
(Michael
Achatz) Am heutigen vorletzten Spieltag der Saison musste Mutterstadt beim
Tabellendritten aus Hassloch antreten. Für Fauad Reha rückte an diesem
Spieltag Markus Deigner ins Team, welcher durch seinen überzeugenden Sieg die
Weichen zum Erfolg stellte.
Wie erwartet entwickelte sich an fast allen Brettern ein zähes Ringen um
Vorteile. Robert Manner, der gegen Alexander Paul kompromisslos auf Angriff
spielte, musste aber nach guter Verteidigung seines Kontrahenten frühzeitig
erkennen, dass wohl nicht mehr als die Punkteteilung drin war. So einigte man
sich hier bereits nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit auf die
Punkteteilung. An Brett 2 hatten Ivo Edel und Sandro Elbel eine heftige Stellung
auf dem Brett mit Chancen für beide Seiten. Auch hier einigte man sich auf die
Punkteteilung. Michael Achatz, der an Brett 3 gegen Niklas Baudy spielte,
verbrauchte gegen die Königsindische Verteidigung seines Kontrahenten enorm
viel Zeit, da es in einigen Stellungen viele gleichwertige Fortsetzungen für
beide Seiten gab. So hatte er nach 90 Minuten gerade 17 Züge absolviert bei 70
Minuten Bedenkzeit seines Gegners. Man einigte sich daher in komplett
ausgeglichener Stellung auf die Punkteteilung.
Markus Deigner war es schließlich, der Mutterstadt durch einen souverän
herausgespielten Sieg mit 2,5:1,5 in Führung brachte. Holger Biebinger konnte
diese Führung gegen den bis dahin verlustpunktfreien Klaus Frambach, der bis zu
diesem Zeitpunkt nur ein Remis abgeben musste, auf 3,5:1,5 ausbauen. In den
letzten drei Partien musste man also noch mindestens einen Zähler einfahren
für den Mannschaftssieg und, wenn möglich, noch etwas für die Brettpunkte
tun.
Bei Kirstin Auburger lief an diesem Tag alles nach Plan. Ihr Gegner Friedrich
Nunheim lief in eine von Kirstin vorbereitete Variante, in welcher Kirstin ihren
Vorteil kontinuierlich ausbauen konnte. Nach einer Kombination musste er einen
ganzen Turm geben. Diesen Vorteil brachte sie sicher zum Sieg, was auch
gleichzeitig den Mannschaftssieg bedeutete. Fast gleichzeitig musste Horst Ledig
in akuter Zeitnot ums Überleben kämpfen. Horst hatte die klar bessere
Stellung, doch letztendlich fehlten am Ende drei Züge bis zur Zeitkontrolle, so
dass Horst nach sieben Siegen in Folge die erste Niederlage einstecken musste.
Auch Philip Baier musste an diesem Tag die erste Niederlage der Saison gegen den
starken Philipp Scholz einstecken. In einer ausgeglichenen Partie wollte Philip
zu viel und riskierte dabei alles. Diesmal ging dieser Schuss leider nach hinten
los, so dass am Ende der knappe 4,5:3,5 Erfolg stand.
Nachdem dieser Kampf beendet war, konnte man im Spiel Lambsheim gegen Landau den
Showdown betrachten. Hier hätte Landau fast das "Wunder" geschafft
und ein 4:4 erzielen können. Chancen für den Sieg gab es hierbei sowohl auf
Seite von Lambsheim als auch von Landau. Nach sieben beendeten Partien stand es
hier 3,5:3,5. Ralph Ritter konnte letztendlich den Sieg für Lambsheim
sicherstellen, da sein Kontrahent Gerhard Wahl nur noch wenige Sekunden
Restbedenkzeit in einer sehr schwierigen Stellung hatte.
Vermutlich war dies eine kleine Vorentscheidung um die Meisterschaft, doch auch
am letzten Spieltag gibt es noch Chancen, da Limburgerhof gegen Lambsheim noch
ums Überleben kämpfen muss, und Mutterstadt muss schauen, dass man gegen die
bereits geretteten Rülzheimer nochmal ein Ausrufezeichen setzen kann.
Kreisklasse A 7. Runde
(11.03.2012): TSG
Mutterstadt VII - TSG Grünstadt II 1:3
(Hans
Kraus) In der Abschlussrunde gab es gegen die Mannschaft von Grünstadt 2 eine
1:3 Niederlage. Hans-Martin Mugrauer gewann nach Qualitätsgewinn
(Springergabel) sicher gegen B.Kwasigroch. Curd Lerner konnte gegen R.Kirschbaum
ein mögliches Remis leider nicht erreichen. Hans Kraus verlor seine Partie
gegen M.Schultz (Turmverlust nach Zwischenschach) sang- und klanglos. Joachim Glöckler
hatte leider auch nicht seinen besten Tag erwischt, so dass auch seine Partie
gegen G.Schmalz verloren ging. Damit bleibt die Mannschaft 7 mit 8 Punkten auf
Platz 2 in dieser Runde.
Bezirksliga
9. Runde (18.03.2012): SK Frankenthal IV - TSG
Mutterstadt III 4:4
(Thomas
Windecker) Beim zentralen Zusammentreffen der Bezirksliga in Lambsheim empfing
der SK Frankenthal IV die Dritte der TSG Mutterstadt, die mit einem Spieler
weniger anreiste, da Maximilian Glöckler aufgrund seines mündlichen Abiturs,
welches er morgen beginnt, absagen musste und kein Ersatz mehr gefunden werden
konnte. Da es nach dem in der Vorrunde verlorenen Kampf um nichts mehr ging,
konnte auch jeder so spielen wie er wollte.
So gewann an Brett 1 Sven Metzger gegen Vlad Stoica, an Brett 2 unterlag Peter
Mandery gegen Dieter Herzel, Hans-Jürgen Nicklis an Brett 3 gewann gegen
Mohammed Münch, die Herren Markus Deigner an Brett 4 gegen Ralf Schwarzkopf
sowie Marcel Böhles an Brett 5 gegen Perikles Paraskevopoulos remisierten, Udo
Uhrig an Brett 6 gewann gegen Hans Schickedanz und Thomas Windecker an Brett 7
unterlag gegen Arkadi Syrov.
So holte man zu siebt ein leistungsgerechtes 4:4 und belegte hinter Frankenthal
mit zwei Brettpunkten weniger Platz 4. Sven Metzger holte 2,5 Punkte aus 7
Spielen, Peter Mandery 5 aus 9, Hans-Jürgen Nicklis 4,5 aus 9, Markus Deigner
5,5 aus 8, Maximilian Glöckler 5 aus 7, Marcel Böhles 3 aus 8, Udo Uhrig 5,5
aus 9, Thomas Windecker 4,5 aus 9, Eva Biebinger 2,5 aus 3 und Klaus Schöler
1,5 aus 2.
Vielen Dank an dieser Stelle für Euren Einsatz und TSCHÜSS bis zur nächsten
Saison.
(Michael
Achatz) In einem Herzschlagfinale konnte die 2. Mannschaft aus Mutterstadt das
für unmöglich geglaubte doch noch schaffen und überholte an diesem finalen
Spieltag den Tabellenführer aus Lambsheim und wurde Meister der 2. Pfalzliga
Ost. Doch nun die Geschehnisse step by step. Limburgerhof, welches gegen
Lambsheim ums Überleben kämpfen musste, war an diesem Spieltag durchaus mit
einer guten Besetzung angetreten, so dass diese Begegnung für Lambsheim kein
Selbstläufer werden würde. Mutterstadt hatte mit Rülzheim, welches bereits
die Liga gesichert hatte und gleich mit zwei Brettsiegern am Start war, auch
keine leichte Aufgabe. Ziel war es, möglichst lange Druck auf Lambsheim
auszuüben und abzuwarten, was sich ergibt.
Zunächst musste sich aber Philip Baier mit einem Remis zufrieden geben, nachdem
er etwas unglücklich aus der Eröffnung gekommen war. Mit insgesamt 6,5/9
Punkten war es eine sehr starke Saison von Philip in seiner ersten Spielzeit als
Stammspieler in der 2. Pfalzliga Ost. Lambsheim war unterdessen in Rückstand
geraten, und der Druck wuchs stetig an. Danach konnte Robert Manner die
Mutterstadter Führung erzielen, und mit 5/7 beendete er diese Spielzeit mit der
stärksten Mutterstadter Performance von 2025 Punkten.
Diese Führung wurde von Kirstin Auburger, die ihrem Gegner im Awerbachsystem
keine Chance ließ, auf 2,5:0,5 ausgebaut. Zu diesem Zeitpunkt waren schon fast
vier Stunden gespielt, und bei Lambsheim spitzte sich die Lage langsam aber
sicher zu. Kirstin konnte in dieser Saison mit 6,5/9 die zweitstärkste
Mutterstadter Performance mit 1953 erzielen und musste sich dabei nur einmal
geschlagen geben. Anschließend legte Fauad Reha nach und gewann seine Partie
ebenfalls. Mit 4/7 bei nur einer Niederlage und einer Performance von 1827
spielte auch er eine gute erste Saison, wobei er in der kommenden Spielzeit
sicher eine noch bessere Leistung erzielen wird.
Man war also 3,5:0,5 in Führung, und auf einmal wurde es unruhig, denn in der
Begegnung Lambsheim gegen Limburgerhof tat sich was. Völlig überraschend
konnte Limburgerhof uneinholbar in Führung gehen, und es war klar, dass
Mutterstadt auf einmal nur noch ein halber Punkt zur Meisterschaft fehlt.
Michael Achatz, der die Zeitnotphase überstanden hatte und mit einem Mehrbauern
in einem für ihn leicht vorteilhaften Endspiel war, bot das Remis an. Es war
allerdings Horst Ledig, der für die Erlösung sorgte, indem man sich in seiner
Partie direkt auf Remis einigte. Horst konnte mit 7,5/9 und dem Brettpreis bei
einer Performance von 1907 eine superstarke Saison abschließen. Er war
gleichzeitig der Mutterstadter Spieler mit den meisten Punkten in dieser Saison.
Anschließend musste sich Ivo Edel geschlagen geben. Er hatte sich in dieser
Saison tapfer an Brett 1-2 geschlagen, und es war durchaus mehr drin als die
letztendlich erzielten 1/9. Der bereits zum dritten Mal eingesetzte Markus
Deigner erhöhte mit seinem dritten Punkt im dritten Spiel die Mutterstadter
Führung auf 5:2. In der letzten laufenden Partie zwischen Michael und Jörg
Wilk machte man noch ein bis zwei Züge und einigte sich dann auch auf eine
verdiente Punkteteilung. Michael konnte diese Saison ungeschlagen mit 5,5/9 und
einer Performance von 1828 abschließen, was leicht unter den gesetzten
Erwartungen lag.
Lambsheim hatte unterdessen mit 2,5:5,5 gegen Limburgerhof verloren, das trotz
des Sieges abgestiegen war, da sich Landau mit seinem Sieg den Klassenerhalt
sicherte. An Dramatik war dieser Spieltag also kaum zu übertreffen, und am Ende
stand mit Mutterstadt ein nicht unverdienter Aufsteiger fest, da man in Summe
eine sehr konstante Saison spielte und letztendlich nur zwei Unentschieden
abgeben musste.